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Beispiel Gespräch in einer Schulklasse | empathie-training.net
Der Lehrer möchte was neues ausprobieren damit mehr Verbindung zwischen den Schülern entsteht und die Schüler lernen, über Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen. Deshalb wird ein Redestein rumgegeben. Wer den Stein hat kann sagen, was ihm auf der Seele brennt. Ein Schüler hat den Stein und sagt: „Jonas nimmt immer mein Lineal ohne zu fragen.“ Der Stein geht weiter und ein weiterer Schüler teilt eine Beobachtung zu Jonas: „Ja genau, das kenne ich auch daß Jonas einfach an meine Schultasche geht und darin rumkramt.“ Jonas sitzt still auf seinem Stuhl. (Warum erkläre ich im Webinar Link demnächst hier.)

Der Lehrer könnte die Situation folgendermaßen beachten:

„jetzt erleben wir, was geschehen kann, wenn wir ehrlich miteinander reden. Das kann zu Verletzungen führen und es ist sehr wichtig, daß wir darauf achten, daß alle im Boot bleiben und keiner raus fällt. Hat jemand eine Idee, wie wir das machen können?“

ein Schüler (Leo) könnte sagen:

Leo: „oh Jonas, ich glaube das macht dir was aus, du siehst ganz unglücklich aus. Vielleicht ist es sehr unangenehm, das hier vor allen so gesagt zu bekommen?“

Jonas schweigt

Leo: „Kannst du mich überhaupt hören Jonas?“

Jonas nickt

Leo:“Kann es sein, daß Du ganz geschockt bist und gerade Erholung brauchst?“

Jonas nickt und sagt „ja“

Leo:“Wäre es gut zu wissen, daß wir mitbekommen, daß es gerade schwer für dich ist und dir beistehen?“

Jonas (ungläubig): „ja“

Leo: “Können bitte mal die, die bereit sind, Jonas beizustehen, wenn wir darüber sprechen, die Hände hoch nehmen?“

Beobachtung: Zehn paar Hände gehen hoch, zwei Paar bleiben unten.

Leo:“Ich sehe zehn paar Hände, wie viele siehst du?“

Jonas: zehn

Leo: „Geht es dir jetzt wieder besser?“

Jonas: „ja etwas.“

Leo: „Meinst du wir können jetzt mal versuchen, darüber zu reden?“

Jonas: „Ja vielleicht“

Leo: „Und ist es vielleicht gut, wenn zwei oder drei von denen, die eben die Hände gehoben haben, sich neben dich setzen?“

Jonas: „mmh“

Leo: „Oder hast du eine Idee wie das mit dem beistehen noch besser gehen könnte?“

In einer Situation, wie sie Jonas gerade erlebt hat, wird unser Körper von einem Haufen Streßhormonen überflutet. Danach dauert es eine Zeit, bis diese wieder abgebaut wurden und der Pegel sich wieder auf ein Maß runter reguliert hat, in dem soziale Verbindlichkeit möglich ist.

Der Lehrer hat mit bekommen, daß Jonas sich noch nicht wieder vollkommen erholt hat:

Er könnte vorschlagen, daß alle ihre Malstifte nehmen und ein Bild malen dazu, wie es ihnen jetzt gerade geht.

Danach fragt der Lehrer , was ihnen eingefallen ist oder was sie entdeckt haben. Die Antworten einiger anderer Schüler:

  • Ich bin froh, daß ich nicht an Jonas`Stelle bin
  • Ich bin froh, daß Leo so mit Jonas gesprochen hat
  • Bin froh, daß keiner bestraft wird
  • Bin froh daß wir alle zusammen halten
  • Bin froh daß Jonas zu uns gehört
  • Finde Jonas mutig, daß er nicht weg läuft und mit uns redet
  • Will wissen, was in Zukunft mit dem Lineal und den anderen Sachen passiert

Lehrer: „genau, das ist jetzt noch offen. Seid Ihr bereit, darüber zu sprechen?“

 Alle nicken, auch Jonas.

Lehrer: „Jonas, kannst du uns sagen, was dich bewegt, wenn du das Lineal nimmst?“

Jonas (mit gesenktem Kopf): „Na der Kai spricht dann mit mir.“

Lehrer: „Und dann?“

Jonas: „dann geht’s mir besser.“

Lehrer: „Ach so, dir ging es dann vorher also schlecht?“

Jonas (mit noch tiefer gesenktem Kopf und zaghaft): „Ja.“

Lehrer: „Und das ist nicht so angenehm für dich, jetzt hier darüber zu sprechen?“

Jonas: „Nein. Ist nicht angenehm.“

Lehrer: „Würde es helfen, dich an die zehn paar Hände zu erinnern?“

Jonas: „Ein bißchen.“

Lehrer: „Was könnte denn noch helfen?“

Jonas: „Kann ich es nur Ihnen erzählen?“

Lehrer: „ja den Vorschlag finde ich gut. Das machen wir so.“ „Gibt es etwas, was du jetzt schon zu Kai und Phillip sagen kannst?“

Jonas: „Tut mir leid.“

Lehrer zu Kai und Phillip: „Kai und Phillip, danke, daß ihr das gesagt habt. Es gibt uns die Möglichkeit, uns um eine andere Lösung zu kümmern. Ich werde mit Jonas sprechen und danach werden wir beide entweder nur mit Euch oder mit der ganzen Klasse sprechen, darüber, was in Zukunft sein kann. Seid Ihr damit einverstanden?“

Kai und Phillip: nicken.