Was ist Gfk?

Manche nennen sie Giraffensprache- mit dem Wolf als Kontrahenten…, auch achtsame Sprache, empathische Sprache, Sprache des Mitgefühls, verbindende Kommunikation- alles Synonyme, die mir schon begenet sind.

Für mich ist die GfK ein Sprachmodell, mit dem sich die Aufmerksamkeit auf -noch- relativ unübliche Themen lenken lässt, Gefühle und Bedürfnisse. Wenn wir bei den Bedürfnissen angekommen sind, finden wir mehr als eine Möglichkeit, sie zu nähren. Wenn nicht, müssen wir trotzdem niemanden verurteilen, beschuldigen etc. Wir können auch zunächst mal das Bedürfnis willkommen heißen, nicht selten wird es uns zum ersten Mal WIRKLICH bewußt. Wenn wir (noch) nicht wissen wie damit jetzt umgehen, können wir z.B. traurig sein. (Gefühle gehen vorbei, so wie sich die Oberfläche eines Gewässers ständig ändert).

Marshall Rosenberg (Dr.Ph), Psychologe, Familientherapeut, hat sein Kommunikationsmodell als gewaltfrei bezeichnet,  weil uns seine Anwendung idealerweise frei läßt und gleichzeitg unsere Natur als soziales Wesen beachtet. Frei und geborgen, Mein/e eigene/r Frau/Mann sein und doch verbunden… wenn ich vollkommen zu mir stehe kann ich auch Dir zuhören.

Über die vier Schritte gibt es etliche Abhandlungen. Eventuell werde ich diesen noch eine eigene hinzufügen aber einstweilen finde ich z.B. diese hier von Klaus Dieter und Katharina Gens gelungen. Es gibt jede Menge weitere gute Seiten und Ressourcen im Netz. Nach und nach werde ich hier welche anführen.

Damit Du eine Vorstellung bekommst, was mit GfK möglich ist, geht es hier zu einem BeispielGespräch, das ich für ein Webinar aufgeschrieben habe.

UNd hier findest du eine Zusammenstellung der vier Schritte:

Möglichkeiten der Anwendung der GfK beschreibe ich in den anderen Artikeln.

 

GfK im Alltag

„It`s simple but not easy.“ Marshall Rosenberg

Wenn im alltäglichen Kontakt Aufregung, Angst, Schmerz entsteht und wir Gefahr laufen, uns da rein zu steigern und die Wirklichkeit aus dem Blick zu verlieren, kann jemand anders uns helfen, Gefühle die dem Ärger, der Angst, der Schuld oder der Scham zugrunde liegen, (wieder) zu fühlen und die elementaren Lebendsenergien, von denen wir einstweilen abgeschnitten waren, in den Blick zu bekommen. Wir werden klar und können Entscheidungen treffen, bei denen die Anliegen aller Beteiligten im Blick sind.

Die Überzeugung, für die Gefühle eines anderen Menschen verantwortlich zu sein, ist weit verbreitet. Wenn wir selber gleich mitteilen, welche Gefühle lebendig sind und womit das auf der Bedüfnisebene zusammen hängt, und was wir konkret von der anderen Person wollen, beugen wir Unklarheit an dieser Stelle vor. Wenn unser Gegenüber mit bekommt, daß wir uns selber um unser Wohlergehen kümmern und wir die andere lediglich BITTEN, zu unserem Wohlergehen beizutragen, kann das eine Situation ungeheuer entspannen. Die Klarheit über das was wir fühlen, brauchen und erbitten wollen, erlangen wir durch Selbstempathie.

Soweit ich das erkennen kann, kann die GfK, konsequent angewandt, im Zusammenleben mit anderen zu gravierend mehr Nähe und Beziehung führen. Allerdings leben wir in einer Zeit, in der viele Menschen (aus verschiedenen Gründen)  verinnerlicht haben, daß sie alleine klar kommen müssen. Wir müssen also wahrscheinlich ein bißchen (manche ein bißchen mehr) umlernen.Wenn ich überzeugt bin, daß andere es mir übel nehmen, wenn ich auf Hilfe angewiesen bin, ist es eine Herausforderung, eine andere Person um etwas zu bitten. Es ist auch eine Herausforderung, zu fühlen, wenn ich gelernt habe, daß meine Gefühle stören und Bedürfnisse geben auch nicht wenigen Menschen Rätsel auf. Es kann also ein bißchen dauern, bis Du die GfK im Alltag aus dem Ärmel ziehen kannst…. .

GfK im Kontakt mit einer vermittelnden empathischen Person (Mediation)

Text ist in Arbeit